Die Linke Emsland stellt Kandidierende für den Kreistag Emsland auf

Kandidaten der Linken im Emsland zur Kreistagswahl 2026
Kandidaten der Linken im Emsland zur Kreistagswahl 2026

Am 23. Mai hat Die Linke Emsland ihre Wahlversammlung für die Kreistagswahl 2026 durchgeführt. Dabei wurden Kandidierende in allen zehn Wahlbereichen des Landkreises Emsland aufgestellt. Der Partei gelingt dafür eine gute Mischung aus kommunalpolitisch-erfahrenen Mitgliedern und neuen sowie jungen Mitgliedern.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen Themen, die viele Menschen im Landkreis unmittelbar betreffen: bezahlbares Wohnen, medizinische Versorgung im ländlichen Raum, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Klimaschutz sowie soziale Teilhabe für alle.

Kreisvorsitzender Marcel Müller erklärt: „Die Linke wird im gesamten Emsland sichtbarer und stärker. Es ist das erste Mal, dass die Linke in allen Wahlbereichen für die Stadträte in Lingen, Meppen, Haren und Papenburg sowie für den Kreistag mit mindestens einer Person wählbar ist. Viele Menschen suchen nach einer glaubwürdigen sozialen Alternative. Wir haben in Niedersachsen seit letztem Jahr mit tausenden von Menschen an ihren Haustüren gesprochen. Aus den konkreten Problemen der Menschen heraus haben wir ein starkes Wahlprogramm entwickelt. Gleichzeitig wollen wir auch weiterhin mit den Menschen im Gespräch bleiben und unsere Haustürgespräche im Emsland regelmäßig fortsetzen, auch nach der Wahl.“

Marina Walker, Ergotherapeutin und Kandidatin im Wahlbereich Lingen 2, erklärt, was sie zur Kandidatur bewogen hat: „Durch meinen Beruf bin ich jeden Tag mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt. Ich erlebe die Sorgen von Familien, älteren Menschen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und Menschen, die finanziell zunehmend unter Druck geraten. Gleichzeitig müssen wir uns stärker mit den Problemen beschäftigen, die die Menschen im Emsland jeden Tag betreffen: eine gute Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum, bezahlbarer Wohnraum und eine bessere Mobilität. Niemand sollte vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, weil die nächste Busverbindung nicht fährt.“

Thorsten Heymann, der im Wahlbereich 8 (Freren, Lengerich, Herzlake) antritt und bereits seit 2021 im Harener Stadtrat aktiv ist, setzt klare Schwerpunkte: „Der massive Ausbau des ÖPNV sollte eine sehr hohe Priorität haben. Noch wichtiger ist, dass er auch bezahlbar sein muss, damit die Bürgerinnen und Bürger auf das Auto verzichten können. Außerdem müssen Anreize geschaffen werden, damit Kommunen sozialen Wohnungsbau besser umsetzen können.“

Jan Deters, Kandidat im Wahlbereich 2 (Rhede, Dörpen, Nordhümmling), bringt langjährige Erfahrung aus Bürgerinitiativen mit – unter anderem aus dem Widerstand gegen ein Atommüllendlager in Wippingen und gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks in Dörpen. Er betont: „Als gesetzlicher Betreuer habe ich täglich mit denjenigen zu tun, die auf den besonderen Schutz der Gemeinschaft angewiesen sind. Das schärft den Blick dafür, was es bedeutet, wenn es keine bezahlbaren Wohnungen gibt, wenn keine Busse fahren oder wenn es keine Arzttermine gibt. Der Landkreis kann hier vieles erreichen. Das sollte auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger ausgeschöpft werden.“

Die Linke setzt im Wahlkampf konsequent auf Haustürgespräche: Mit tausenden persönlichen Begegnungen an den Türen der Menschen im Emsland hat die Partei die konkreten Sorgen, Wünsche und Probleme direkt aufgenommen: von steigenden Mieten über fehlenden ÖPNV bis zur medizinischen Versorgung. Diese Erfahrungen bilden die Grundlage für das Wahlprogramm von Die Linke. Gleichzeitig macht die Partei deutlich: Viele dieser Probleme haben auch ihre Ursache in einer verfehlten Bundespolitik. Kommunen werden finanziell ausgehöhlt, während die Bundesregierung Prioritäten setzt, die am Alltag der Menschen vorbeigehen. Die Linke fordert unter anderem eine Vermögenssteuer, um Kommunen wieder handlungsfähig zu machen. [PM Die Linke]

Aktienrente führt zu Beitragssteigerung

Ein Argument der Rentenkommission und der Bundesregierung für die Rentenreform ist immer, man wolle eine Steigerung der Beiträge verhindern. Dabei wird durch die Einführung der Aktienrente gerade der Beitrag gesteigert.

Zunächst sollen 0,5 Prozent des Bruttolohns in einen Staatsfonds fließen, der das Geld am Kapitalmarkt anlegt. Und diese Beitragszahlungen sollen schrittweise auf bis zu 2 Prozent erhöht werden. Bei dieser Form der Rentenfinanzierung muss zunächst ein riesiger Kapitalstock angesammelt werden, bevor daraus überhaupt Zahlungen erfolgen können. Während bei der gesetzlichen Rente die Rentenzahlungen mit dem Geld der Einzahler erfolgen, kann bei einer Aktienrente die Rentenzahlung nur aus den Renditen des angesammelten Kapitals gezahlt werden.

Solche Systeme sind sehr anfällig gegen Verwerfungen am Aktienmarkt, zumal wenn durch die verpflichtende Aktienrente massenhaft Aktien gekauft werden müssen. Auch die berufsständischen Rentenversicherungen für die freien Berufe, wie z. B. Zahnärzte oder Rechtsanwälte, nutzen für die Auszahlungen eine Mischfinanzierung aus Renditen und Umlagezahlungen.

Das immer wieder angeführte Beispiel der schwedischen Prämienrente ist keineswegs ein Erfolgsmodell. Insgesamt sind die schwedischen Rentenleistungen mit denen in Deutschland vergleichbar, allerdings hat die Prämienrente schon 2010, 2011 und 2014 zu Rentenkürzungen geführt. Die Zahlungen für die schwedische umlagefinanzierte Rentenversicherung kommen neben dem Lohn aus weiteren rentenfähigen Einkommen zum Beispiel aus Einkünften aus gewerblicher oder freiberuflicher Tätigkeit (Selbstständige), Elterngeld, Arbeitslosengeld, Krankengeld oder einem Erwerbsminderungsausgleich. Außerdem decken staatliche Zuschüsse versicherungsfremde Ausgaben. [jdm]

Solidarität mit Kuba

Am 28. Juni findet in Berlin eine zentrale Kundgebung gegen die totale US-Blockade Kubas und zur Solidarität mit Kuba statt.

Die Trump-Administration hat mit ihrer im Dezember 2025 veröffentlichten Nationalen Sicherheitsstrategie eine grundlegende Neuausrichtung der US-Politik gegenüber Lateinamerika vollzogen. Darin wird die „westliche Hemisphäre“ erneut zur exklusiven US-Einflusssphäre erklärt. Seit der Entführung des Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela, Nicolás Maduro, und seiner Frau Cilia Flores, Anfang des Jahres verschärft die US-Administration die Aggressionspolitik gegen Kuba massiv.

Mit einer De-Facto-Ölblockade will die US-Regierung den Kollaps der kubanischen Ökonomie herbeiführen. Seit mehreren Wochen steht nun auch eine US-amerikanische Militärintervention gegen Kuba im Raum. Ziel ist das Ende des Sozialismus als Voraussetzung der Wiederherstellung kapitalistischer Verhältnisse auf Kuba. Trump droht ganz offen damit Kuba zu übernehmen und betrachtet Kuba bereits als 51. Bundesstaat.

Mit dieser Energieblockade verursachen die USA bewusst eine humanitäre Krise, die sich auf alle Lebensbereiche der Kubaner:innen auswirkt - auf die Strom- und Wasserversorgung, die Ernährung, den Transport und den öffentlichen Verkehr. Betriebe, Schulen und Universitäten können nur sehr eingeschränkt ihre Aufgaben erfüllen. In den Krankenhäusern warten Hunderttausende auf eine notwendige Operation. Mit dieser Politik der USA wird bewusst in Kauf genommen, dass Menschen leiden, dass ihr Leben bedroht ist.

Trotz aller Angriffe und Schwierigkeiten leistet Kuba seit über 60 Jahren Widerstand und verteidigt bis heute die Errungenschaften der Revolution: ein kostenloses Gesundheits- und Bildungssystem, internationale Solidarität und das Recht auf eine souveräne Entwicklung. [PM/jdm]

Bahnhof Dörpen: Abholerfahrzeuge blockieren Bushaltestelle

Bahnhof Dörpen Elterntaxi

Auch am Bahnhof Dörpen halten Familienangehörige gern direkt vor dem Zugang zum Gleis an der Bushaltestelle. Kommt dann ein Bus und möchte an die Haltestelle fahren, ist die Verärgerung bei der Busfahrerin oder dem Busfahrer in der Regel groß, und zwar auch, wenn hinter dem wartenden PKW noch scheinbar Platz genug für den Bus ist.
Die durch sogenannte Elterntaxis verursachten Verkehrsprobleme in der Nähe von Schulen werden oftmals in den Medien beschrieben. Als Gegenmaßnahmen wurden beispielsweise absolute Halteverbotszonen oder Sonderparkplätze zum Ein- und Aussteigen der Kinder eingerichtet.

Bahnhof Dörpen

Was die haltenden PKW-Fahrer vielleicht nicht wissen: Genau an der Bushaltestelle wurde ein sogenannter Busbord als Pflasterung installiert, dessen Höhe der Einstiegshöhe der dort haltenden Niederflurbusse entspricht. So können Kinderwagen oder Rollatoren einfach in den Bus geschoben werden. Weiter entfernt von der Bushaltestelle ist dies dagegen nicht möglich. Für das Ein- und Austeigen von Bahnreisenden aus Personenfahrzeugen ist dagegen die Kurzhaltezone „Kiss and Ride“, kurz K+R, gedacht. Hier können Bahnreisende in Ruhe vor der Abreise aus dem PKW aussteigen oder bei Ankunft in Dörpen in Straßenfahrzeuge einsteigen, egal, ob mit oder ohne Küsschen.

Ganz glücklich ist die aus den USA übernommene Bezeichnung allerdings nicht gewählt, denn – so war vor Ort zu hören – nicht jeder Autofahrer versteht den Sinn des Hinweisschildes. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Rentenkommission macht sich über Armut lustig und macht lustig Kürzungsvorschläge

Die Liste der 33 Empfehlungen der Rentenkommission beginnt mit so viel Kreide im Mund, dass man die Absicht sofort sieht: "Die Kommission empfiehlt, als politische Zielgröße einer lebensstandardsichernden Altersversorgung eine
Nettoersatzquote von mindestens 70 Prozent nach Steuern anzusetzen." Da streiten sich die CDU und die SPD über die Haltelinie von 48 Prozent des allgemeinen Durchschnittslohns. Und die Rentenkommission erkennt endlich an, dass das viel zu wenig ist und empfiehlt 70 % für alle? Kaum zu glauben!? Ist es auch nicht. Ist nur ein Täuschungsmanöver. In den weiteren Vorschlägen ist nichts enthalten, was diese "politische Zielgröße" erreichen hilft. Im Gegenteil: der Nachhaltigkeitsfaktor der aktuellen Rentenanpassungsformel (§ 68 Abs. 5 SGB VI) soll beibehalten werden. Dieser kommt derzeit noch bis 2031 nicht zur Anwendung, weil es sonst zu einer drastischen Senkung der Rente gekommen wäre, was die SPD ja als große Errungenschaft gefeiert hatte.

Stattdessen empfiehlt sie eine Automatik einzuführen, die zu einem höheren Renteneintrittsalter führt: "Die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt soll so an die Lebenserwartung gekoppelt werden, dass sich die Änderungen der Lebenserwartung im Verhältnis 2:1 auf die Erwerbs- und die Rentenphase aufteilen. (Das) ... würde ... bedeuten, dass die Regelaltersgrenze im Zeitraum zwischen 2031 und 2041 schrittweise um etwa sechs Monate von 67 auf 67,5 Jahre angehoben würde."

Der abschlagsfreie Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte soll abgeschafft werden und die Altersgrenze für die Rente für langjährig Versicherte von 63 auf 64 Jahre erhöht werden.

Die Hinterbliebenenversorgung soll an die geänderten gesellschaftlichen Normen und Rahmenbedingungen angepasst werden - das heißt, die Witwenrenten sollen gekürzt werden. Altersteilzeit soll erst ab 58 Jahren möglich werden.

Wer viel verdient soll weiterhin nichts in die Rente einzahlen. Deshalb empfiehlt die Kommission, das nur auf Löhne und Gehälter Beiträge gezahlt werden, nicht auf andere Einkunftsarten. Auch die bisherige Berechnung der Beitragsbemessungsgrenze soll bleiben, sprich: Hohe Einkommen zahlen nur begrenzte Beiträge.

In der Empfehlung Nr. 18, die eigentlich überhaupt keine Empfehlung ist, sondern ein Glaubensbekenntnis, machen sich die Autoren noch über die Menschen lustig. Da heißt es "Die Kommission empfiehlt, dass Bund, Länder und Kommunen verdeckte Armut bekämpfen. Ziel muss sein, allen bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern den faktischen Zugang zum verfassungsrechtlich garantierten Existenzminimum zu sichern. Die Kommission unterstützt die Vorschläge der Kommission zur Sozialstaatsreform, das Sozialleistungsrecht einfacher und übersichtlicher zu gestalten und die persönliche Beratung vor Ort und über digitale Zugangswege auszubauen." Wie allgemein bekannt ist, ist die so genannte Sozialstaatsreform, die da so begrüßt wird, ein riesengroßer Kahlschlag bei allen Sozialleistungen und ein Armutsprogramm für alle kranken, behinderten, alleinerziehenden, arbeitslosen oder minderjährigen Menschen.

Damit das Programm nicht zu einseitig nach Rentenkürzungsprogramm aussieht, wird vorgeschlagen, weniger Staatsangestellte zu verbeamten, Abgeordnete des Deutschen Bundestages und der Landesparlamente und sogar Vorstände von Aktiengesellschaften in den Kreis der Pflichtversicherten einzubeziehen - aber das können die dann auch verkraften, denn, siehe oben, die Beitragsbemessungsgrenze soll ja bleiben.

Und zum Schluss macht sich die Rentenkommission noch um die Renditen der Finanzkonzerne verdient, indem sie die Aktienrente und die betriebliche Altersversorgung gefördert sehen möchte - sogar die Schnapsidee der Frühstart-Rente wird von ihr ernst genommen.

Ver.di und die Sozialverbände haben schon gegen die Empfehlungen protestiert und bezeichnen es als Rentenkürzungsprogramm. Und damit bringen sie es auf den Punkt. [jdm]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen: 
Montag, 22.06.2026: Lengerich
Dienstag, 23.06.2026: Wesuwermoor
Mittwoch, 24.06.2026: Flechum
Donnerstag, 25.06.2026: Neubörger
Freitag, 26.06.2026: Börger
Samstag, 27.06.2026: Herbrum
Sonntag, 28.06.2026: Meppen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Aula in Sögel wieder offen

Konzerte, Lesungen und Aufführungen – für diese und weitere Veranstaltungen steht die neu sanierte Aula des Hümmling-Gymnasiums in Sögel ab sofort wieder offen. Die Erneuerung der Akustikdecke im Zuschauersaal der Aula, die nach einer routinemäßigen Überprüfung durch einen Sachverständigen im September 2025 gesperrt werden musste, konnte jetzt abgeschlossen werden.

Die neue Decke ist eine Gipskartondecke (OVA-Akustikdecke), die in enger fachlicher Abstimmung mit einem Akustikbüro aus Oldenburg erstellt wurde. So konnte sichergestellt werden, dass die ursprüngliche gute Beschallung und Akustik in der Aula bestehen blieb. Die vorhandene LED-Beleuchtung ist auf den neusten energetischen Stand gebracht worden. Sie wurde zusätzlich mit einer so genannten digitalen DALI-Lichtsteuerung ausgestattet, die einen gezielten Einsatz von Licht für unterschiedliche Bedarfe ermöglicht. So können verschiedene Lichtstimmungen, Beleuchtungsstärken, Szenen und Zonen fest eingestellt und entsprechend abgerufen werden. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 22.06.2026 bis Freitag, den 26.06.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Wippingen hat einen neuen Schützenkönig

Tanja und Andreas Klaas

Wippingen hat einen neuen Schützenkönig: Andreas Klaas. Er setzte sich im Stechen gegen seinen Bruder Stefan durch. Die Königin ist seine Ehefrau Tanja Klaas. Zum Throngefolge gehören: Elke und Hermann Westhoff, Andrea und Rudi Poker, Marita und Hubert Rosen, Jana und Jonas Schwering, Hedwig und Jürgen Hempen, Jossy und Dieter Hempen, Irmgard und Manfred Westendorf, Lisa Landmann und Eike Hempen, Miriam und Stefan Klaas. [jdm]

Bilder von Schützenfestsamstag

Hier bieten wir eine Galerie vom Antreten am Schützenfestsamstag.

Ausnahmesweise zitieren wir hier mal aus der Rede des Königs. Marc, der seine Rede mit Grußworten auf Niederländisch begann, war dennoch der Meinung, dass mehr Integration als durch das Ausüben des Amtes als Schützenkönig nicht denkbar sei. Hinter jedem erfolgreichen Mann stehe eine überraschte Frau; seine Frau habe sich angesichts seiner bis dahin gezeigten Schießkünste jedenfalls nicht ausmalen können, dass er Schützenkönig werde. [jdm]

Einladung zur Generalversammlung der Jagdgenossenschaft

Die Jagdgenossenschaft Wippingen lädt alle Eigentümer von jagdbaren Grundstücken am Dienstag, den 07.07.2026 um 20.00 Uhr, zur ordentlichen Generalversammlung recht herzlich ein. Die Versammlung findet im Heimathaus statt.

Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte:

  1. Eröffnung; Begrüßung und Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung zu dieser Versammlung.
  2. Verlesen der Niederschrift vom 16.07.2025
  3. Kassenbericht
  4. Bericht der Kassenprüfer und Entlastung des Vorstandes
  5. Verwendung des Jagdgeldes
  6. Wahl des Vorstandes
  7. Wahl der Kassenprüfer
  8. Fragen, Wünsche ,Anregungen

Im Anschluss der Generalversammlung gibt uns Josef Buitmann von der Tierrettung Emsland e.V spannende Einblicke in die Arbeit des Vereins.

Anschließend laden wir zum Grillen ein. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen. [Wilhelm Borchers]

Feldbegehung der Wippinger Landwirte – Mit dem Drahtesel durch die Moore

Ende Mai veranstaltete der landwirtschaftliche Ortsverein Wippingen zusammen mit der Raiffeisen Ems-Vechte eine Feldbegehung in Form einer Fahrradtour. Auf der Route rund um Wippingen wurden verschiedene Anbauflächen wie zum Beispiel Mais mit 50cm Reihenabstand, Zuckerrüben,  Getreide,  Erbsen und Raps besichtigt.

Die Fachreferenten Stefan Kremer (Raiffeisen Ems-Vechte) und Jan Hegemann (Ackerbauring) begleiteten die Tour und gaben wertvolle Hinweise und Empfehlungen zu Anbauverfahren, Pflanzenschutz und Düngung. Es wurde über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Landwirtschaft diskutiert.

Zum Abschluss der Veranstaltung trafen sich die 32 Teilnehmer in der Raiffeisen-Geschäftsstelle in Wippingen.  Dort wartete bereits der Grillmeister mit seinen Köstlichkeiten. Bei leckerem Essen, kalten Getränken und netten Gesprächen klang der Abend gemütlich aus. [Christian Koers]

Kriegstüchtig? Nein, kriegsgeil!

Ein Wippinger, der 1981 als Wehrpflichtiger im Offizierkasino auf dem Luftwaffenstützpunkt Wittmund Dienst tat, berichtete mir damals, wie verrückt die Piloten nach der Verhängung des Kriegsrechts in Polen darauf warteten, dass sie jetzt endlich im Osten zuschlagen könnten. Die Piloten fieberten im Casino mit ihren Gesängen direkt ihrem ersten Kriegseinsatz entgegen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie das zu Ende gehen könnte.

Generalleutnant Holger Neumann, der Chef der Luftwaffe, drohte vorgestern Russland in einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph mit vernichtenden Schlägen, falls es einen NATO‑Verbündeten angreift. Deutschland sei bereit, „heute Nacht“ gegen Russland „zu kämpfen“ und werde „jeden Zentimeter“ des NATO-Gebiets verteidigen.

Es gebe in der NATO „keine unterschiedlichen Sicherheitszonen“, was bedeute, dass ein Angriff auf Estland dieselbe Reaktion rechtfertige wie ein Luftangriff auf London. Die Kola-Halbinsel im Nordwesten Russlands, Kaliningrad und das Schwarze Meer würden den Zorn der NATO zu spüren bekommen, wenn sie sich verteidigen müsse.

Der Ukraine-Krieg ist entstanden, weil die Nato durch die Aufrüstung der Ukraine und ihre Einbeziehung in die militärischen Strukturen der Nato Russland direkt auf die Pelle gerückt ist und Russlands Atomschutzschirm gefährdete. Ein solches Vorrücken wäre nur vergleichbar gewesen mit der Stationierung russischer Waffen auf Kuba, in Mexiko oder Kanada. So etwas hätten die USA und die Nato nie tatenlos zugelassen.

Der Ukrainekrieg ist erklärtermaßen eine Reaktion auf das Vorrücken der Nato. Damit ist auch der Pfad für Friedensverhandlungen zur Beendigung des Ukrainekriegs leicht erkennbar. Neumann halluziniert dagegen einfach eine Bedrohung durch Russland, um die Aufrüstung Deutschlands, die mittelfristig den halben Staatshaushalt auffrisst, zu rechtfertigen. Und die Sprache mit den martialischen Drohungen lässt erkennen, dass der Mann - wie seine Kollegen 1981 - darauf brennt, endlich losschlagen zu können. [jdm]

Schnuppertag am 27.06.2026 – Komm vorbei * probier dich aus * finde dein Instrument!

Flyer Schützenkapelle

Die Schützenkapelle lädt am Samstag, 27.06. 11:00 – 13:00 Uhr zum Schnuppertag ins Gemeindezentrum Wippingen ein. Finde (d)ein Instrument.

  • Welches Instrument möchte ich lernen?
  • Ist das schwer?
  • Kann ich das tragen?
  • Bekomme ich da überhaupt nen Ton raus?

Komm vorbei  *  probier dich aus  *  finde dein Instrument!

Musik macht Freu(n)de [Marlies Berling]

Uferklänge 2026 Haren – Umsonst und draußen

Nach der letzten Ausgabe im Jahr 2022 kehren die Uferklänge endlich zurück. Am 27.06. bringt der Verein Klangkultur Emsland e.V. wieder Musik ans Emsufer nach Haren. Ein großartiger Sommerabend mit besonderer Atmosphäre und hochkarätiger Musik wartet auf euch.

Den Auftakt machen Elephant. Die vier aus Rotterdam bringen sonnendurchfluteten Sound ans Wasser. Irgendwo zwischen Leichtigkeit, Melancholie und ganz viel Gefühl fürs Detail. Mal sanft und verträumt, mal voller Energie. Genau die richtige Mischung für einen Sommerabend am Emsufer. Lehnt euch zurück und lasst euch treiben!

Zwischen euphorischer Melancholie und tanzbarem Indie Pop erzählen die Songs von Waltzburg von Freundschaft, Liebe und all den kleinen und großen Momenten dazwischen.

Zwischen treibendem Alternative-Rock und intensivem Post-Punk erschafft Agatha is Dead! einen Sound, der hypnotisch, roh und emotional zugleich ist.

Mit High Hi ist das Line-up der Uferklänge 2026 komplett. Das Antwerpener Trio liefert einen Sound, der direkt nach vorne geht und trotzdem hängen bleibt. Zwischen Energie, Spannung und eingängigen Hooks entsteht genau die Mischung, die live richtig zündet. [jdm]

Bundesregierung erklärt Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung zur Staatsgeheimsache

"Zahl der Kriegsdienstverweigerer deutlich gestiegen" - So lautete eine Überschrift der Tagesschau vom 27.04.2026. Das möchte die Bundesregierung in Zukunft nicht mehr lesen müssen. Denn das stört ihre Kriegsvorbereitungen.

Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) kritisiert die Weigerung der Bundesregierung, aktuelle Zahlen zur Kriegsdienstverweigerung offenzulegen (siehe https://dserver.bundestag.de/btd/21/062/2106256.pdf). In ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion der Linken verweist die Bundesregierung erstmals darauf, dass die Veröffentlichung entsprechender Daten das „Staatswohl“ gefährden könne.

„Das ist ein neuer Tiefpunkt staatlicher Intransparenz“, erklärt Cornelia Mannewitz, Bundessprecherin der DFG-VK. „Wir reden hier nicht über geheime Einsatzpläne, Waffensysteme oder militärische Fähigkeiten. Es geht um Menschen, die von ihrem Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung Gebrauch machen.“

In der Anfrage lauteten die Fragen:
"Wie viele seit dem 1. Januar 2026 angeschriebenen Personen haben einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung (KDV) gestellt?
und
Wie viele Anträge auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerung wurden bislang im Jahr 2026 gestellt, bitte aufgeschlüsselt nach a) Ungediente, b) Soldatinnen und Soldaten (bitte nach freiwillig Wehrdienstleistenden
bis 23 Monate, Zeitsoldatinnen und Zeitsoldaten, Berufssoldatinnen und Berufssoldaten aufschlüsseln), c) Reservistinnen und Reservisten?"

Die Antwort lautete: "Die Fragen 9 bis 10c werden zusammen beantwortet. Es wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung und auf die als VS-Nur für den Dienstgebrauch eingestufte Anlage verwiesen. * Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden."

Damit hat die Bundesregierung die Antwort auf die Frage, wieviel Menschen ein Verfassungsrecht wahrnehmen zur Geheimsache erklärt. Noch vor wenigen Monaten wurden entsprechende Zahlen regelmäßig veröffentlicht. So teilte die Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen detailliert mit, wie viele Menschen Kriegsdienstverweigerungsanträge gestellt hatten. Für das Jahr 2024 wurden beispielsweise 2.998 Anträge genannt, im Jahr 2025 betrug die gemeldete Anzahl eingereichter Anträge bereits 7.691.

Die DFG-VK hält die nun vorgebrachte Begründung für politisch hochproblematisch. Wenn bereits Informationen über die Inanspruchnahme eines Grundrechts als sicherheitsrelevant eingestuft werden, verschiebt sich die Grenze dessen, was einer demokratischen Kontrolle zugänglich ist.

„Eine Demokratie muss aushalten, dass sichtbar wird, wie viele Menschen keinen Dienst an der Waffe leisten wollen. Wer die Zahl der Kriegsdienstverweigerer geheim hält, schützt nicht die Sicherheit des Landes, sondern verhindert öffentliche Debatten über die gesellschaftliche Akzeptanz von Militarisierung und Wehrdienst.“

Die DFG-VK fordert die Bundesregierung auf, die bislang übliche Veröffentlichungspraxis wiederherzustellen und die Entwicklung der Kriegsdienstverweigerungszahlen vollständig offenzulegen. [jdm]

Der Paritätische Gesamtverband legt 37 Vorschläge für echte Einsparpotentiale im Sozialstaat vor

Paritätischer 37 Vorschläge für die reform des Sozialstaats

Der Paritätische Gesamtverband hat 37 konkrete Maßnahmen vorgelegt, wie der Sozialstaat effizienter gestaltet und solide finanziert werden kann, ohne dass Menschen in schwierigen Lebenslagen die Last tragen. Anlass ist eine seit Monaten im Kanzleramt tagende Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, die Kürzungen im Sozialbereich prüft. Bislang wurden Wohlfahrtsverbände nicht in diesen Prozess einbezogen.

Der Paritätische Gesamtverband erkennt an, dass viele Kommunen finanziell unter Druck stehen und Reformen notwendig sind. Er warnt jedoch vor Einschnitten, die Kosten lediglich verlagern, statt echte Effizienzgewinne zu erzielen. Das Ziel muss sein, Ressourcen dort einzusetzen, wo sie tatsächlich wirken.

Ein erhebliches Einsparpotenzial liegt im Staatsapparat selbst. Fördergelder fließen heute durch ein Geflecht aus Projektträgern, Agenturen und Kompetenzzentren, die teils identische Aufgaben übernehmen. Nicht selten liegen die Verwaltungskosten bei bis zu 15 Prozent des Programmvolumens. Der Paritätische schlägt vor, diese Parallelstrukturen zusammenzulegen sowie Förderanträge durch mehrjährige Förderzeiträume, Festbetragsfinanzierung und einheitliche digitale Portale deutlich zu vereinfachen. Wo Aufgaben dauerhaft bestehen, sollte Projektförderung durch Regelfinanzierung ersetzt werden.

Auch in der Eingliederungshilfe zeigt sich, wie weit Verwaltungsaufwand und tatsächliche Wirkung auseinanderfallen können: In Berlin stiegen die Verwaltungskosten binnen vier Jahren inflationsbereinigt um 45 Prozent, obwohl die Fallzahlen nur um weniger als sieben Prozent zunahmen. Der Verband empfiehlt, fragmentierte Strukturen und Parallelverfahren abzubauen und die Digitalisierung konsequent voranzutreiben.

Ähnliches gilt für das Bildungs- und Teilhabepaket, das Kindern in Armut Vereinsmitgliedschaften, Ausflüge oder Nachhilfe ermöglichen soll: Derzeit erreichen die Teilhabeleistungen nur 18 Prozent der Anspruchsberechtigten. Der Paritätische schlägt vor, die Leistung pauschal auszuzahlen.

In der Kinder- und Jugendhilfe zeigt sich exemplarisch, was kurzfristiges Sparen langfristig kostet: Wer niedrigschwellige Frühförderangebote streicht, riskiert, dass Kinder später auf teure stationäre Unterbringung angewiesen sind. Der Paritätische Gesamtverband spricht sich deshalb für den Ausbau früher Hilfen, Gewaltprävention und Maßnahmen zur Armutsbekämpfung aus.

Großes Potential liegt in der Förderung von flächendeckenden, sozialräumlichen Inklusions-Angeboten. Denn wenn Strukturen barrierefrei und offen für alle sind, wird individuelle Unterstützung zum Ausgleich von Barrieren seltener
nötig. Auch präventive Maßnahmen, die der Eingliederungshilfe vorgelagert sind, sollten stärker genutzt werden, beispielsweise Soziotherapie oder eine bessere Verknüpfung von medizinischer und beruflicher Rehabilitation. [jdm]

Auch im Gesundheitsbereich ist Prävention die beste Medizin: Gesundheitsförderung in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Suchtprävention, der Ausbau niedrigschwelliger psychosozialer Unterstützung sowie multiprofessionelle Primärversorgungszentren können teure Akutbehandlungen vermeiden. Zusätzliche Einnahmen ließen sich durch höhere Tabak-, Alkohol- und Zuckersteuern sowie durch erhöhte Herstellerabschläge für Pharmaunternehmen erzielen.

Die Soziale Pflegeversicherung steuert bis 2028 auf ein Defizit von über 20 Milliarden Euro zu. Der Paritätische zeigt Wege auf, wie das ohne Leistungskürzungen zu bewältigen wäre: Versicherungsfremde Leistungen, etwa Beiträge für Menschen in der Grundsicherung, gehören in die Steuerfinanzierung. Zudem schuldet der Bund der Pflegeversicherung noch fünf Milliarden Euro aus der Corona-Zeit. Die Einnahmebasis ließe sich außerdem durch die Verbeitragung aller Einkommensarten und einen Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung verbreitern.

Die 37 Vorschläge des Paritätischen Gesamtverbands zeigen, dass es Potenziale für einen effizienteren, wirksameren Sozialstaat gibt. Wer hingegen bei Prävention, Frühförderung oder Inklusion kürzt, verschiebt Kosten nicht nur in die Zukunft, sondern zahlt am Ende mehr. [jdm]

Neue Ausgabe des Newsletters der chinesischen Botschaft

Nach dem Besuch Trumps in der Volksrepublik China bewertete die deutsche Presse die Ergebnisse so: "Freundliche Bilder, große Worte, doch belastbare Ergebnisse blieb der Gipfel von Peking zwischen Trump und Xi bisher schuldig." oder "Viel Handfestes ist bislang nicht bekannt." oder "Die USA verlieren an Glaubwürdigkeit, Xi Jinping setzt die Agenda."

Angesichts der möglichen Konfrontation zwischen den USA und China ist jedoch allein die Tatsache, dass miteinander gesprochen wurde, schon bedeutend. Das sieht auch die chinesische Botschaft in Deutschland so. "Diplomatie auf Ebene der Staatsoberhäupter war stets der ‚Kompass‘ und ‚Stabilitätsanker‘ der chinesisch-amerikanischen Beziehungen. Während des Treffens führten Staatspräsident Xi und Präsident Trump einen intensiven Meinungsaustausch über wichtige Fragen, die beide Länder sowie die Welt betreffen. Dabei konnten sie in vielen Punkten einen neuen Konsens erzielen.," heißt es in der Sonderausgabe von "Chinah" vom Juni 2026.

Das Jahr 2026 markiere den Beginn von Chinas 15. Fünfjahresplans sowie den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der USA. Staatspräsident Xi habe betont, dass die Verwirklichung des großen Wiederauflebens der chinesischen Nation sowie das Ziel, Amerika wieder groß zu machen, durchaus parallel verlaufen, sich gegenseitig fördern und der Welt zugute kommen könnten. Präsident Trump habe erklärt, die Beziehungen zwischen den USA und China seien die wichtigsten bilateralen Beziehungen der Welt und beide Länder müssten ihre Zusammenarbeit verstärken, um eine bessere Zukunft für die Welt zu schaffen.

Die Sonderausgabe von "Chinah" beschäftigt sich ausschließlich mit dem Treffen der beiden Staatsoberhäupter sowie der Entwicklung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen. [jdm]

RWE lässt ökologische Kartierung für den Standort Dörpen durchführen

Das Energieversorgungsunternehmen RWE prüft zurzeit deutschlandweit verschiedene Standorte, die möglicherweise geeignet sind, um Anlagen für die Versorgungssicherheit und zur Stabilisierung der Stromnetze zu errichten. Auch am Standort Dörpen führt RWE Sondierungsgespräche mit verschiedenen regionalen Stakeholdern zur Optionsprüfung für eine Peaker-Anlage. Dabei handelt es sich um ein Spitzenlastkraftwerk mit sehr flexiblen Anlagen aus individuell steuerbaren Gasmotoren.

Die Planungen sind noch in einem sehr frühen Stadium, da bisher noch kein regulatorischer Rahmen für diese Anlagen vorliegt, der auch die Wirtschaftlichkeit derartiger Projekte sicherstellt. Entsprechend sind weder Standort- noch Investitionsentscheidungen oder Technologieentscheidungen getroffen worden.

Zur Standortprüfung gehört auch eine frühzeitige ökologische Kartierung relevanter Flächen, teilt RWE auf Anfrage mit. Hierfür hat das Unternehmen ein Umweltbüro beauftragt. Die Kartierungen finden 2026 im Zeitraum Januar bis Oktober statt. Gegenstand der Kartierungen sind Gastvögel, Brutvögel, Fledermäuse, Amphibien, Reptilien, Hirschkäfer, Biotoptypen und Pflanzenarten der Roten Liste.

Spaziergänger könnten sich über einfache dunkele Dachplatten am Wegesrand wundern, die mit dem Namen und der Telefonnummer des Umweltbüros versehen sind. Hierbei handelt es sich um sogenannte Schlangenbretter, unter denen Reptilien Schutz suchen und bei Kontrollen erfasst werden können. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 15.06.2026: Lindloh
Dienstag, 16.06.2026: Dohren
Mittwoch, 17.06.2026: Brual
Donnerstag, 18.06.2026: Lingen
Freitag, 19.06.2026: Stavern
Samstag, 20.06.2026: Wesuwe-Geest
Sonntag, 21.06.2026: Twist
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 15.06.2026 bis Freitag, den 19.06.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn (K168) zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Heilige Messe mit Bischof Dominicus Meier im Rahmen der Visitation

Visitation Bischof Dominicus 06/2026

Im Rahmen der bischöflichen Visitation unserer Pfarreiengemeinschaft feierten wir gemeinsam eine festliche Heilige Messe mit Bischof Dominicus Meier. Zahlreiche Gemeindemitglieder sowie die Fahnenabordnungen aus unserer Pfarreiengemeinschaft nahmen an diesem besonderen Gottesdienst teil.

Für die feierliche musikalische Umrahmung der Messe sorgten der Kirchenchor Wippingen sowie der Organist Heiner Bojer.

Unter dem Leitwort "verändert - bleiben", das zugleich auf die bevorstehenden Pfarrgemeinderats- und Kirchenvorstandswahlen im Jahr 2026 hinweist, ging Bischof Dominicus Meier in seiner Predigt auf die Herausforderungen und Chancen einer Kirche im Wandel ein. Er machte deutlich, wie wichtig es ist, offen für Veränderungen zu sein und zugleich den christlichen Glauben sowie die Gemeinschaft lebendig zu bewahren.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein gemütliches Beisammensein und die Gelegenheit zu Gesprächen und Begegnungen mit unserem Bischof. Für das leibliche Wohl sorgte die KLJB Wippingen und der Pfarrgemeinderat Wippingen.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die zum Gelingen dieses besonderen Tages beigetragen haben - insbesondere dem Bischof, dem Kirchenchor, den Fahnenabordnungen, der KLJB Wippingen, dem Pfarrgemeinderat, den liturgischen Diensten, den Küsterinnen sowie allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. [PG Immanuel]

Waldbad Sögel: Offizielle Einweihung mit Festprogramm am 13. Juni 2026

Freibad Sögel
Waldbad Sögel

Nach umfassender Sanierung öffnete Mitte Mai das Waldbad Sögel wieder seine Türen. Die gemeinde Sögel lädt alle Bürgerinnen und Bürger zur öffiziellen Einweihung am Samstag, den 13, Juni 2026, ins Waldbad ein - mit Rahmenprogramm, sportlichen Aktionen und anschließender Waldbadparty.

"Mit der Wiedereröffnung des Waldbads geben wir den Menschen in Sögel und der gesamten Region einen modernen, attraktiven und barriereärmeren Ort für Sport, Erholung und Begegnung zurück", sagen Bürgermeister Johannes Völker und Gemeindedirektor Frank Klaß.

Für die Bevölkerung werden um 13 Uhr die Türen des Waldbads geöffnet. Der Eintritt ist frei. Vom SV Sigiltra Sögel wird an diesem tag erstmals seit langer Zeit wieder ein Triathlon in Sögel durchgeführt. Der Startschuss zum Triathlon fällt um 14 Uhr im Waldbad, um 17 Uhr findet die Siegerehrung statt. Danach klingt der Tag bei einer Waldbadparty in den Abendstunden aus. Geplant sind zudem tagsüber Mitmach- und Vorführangebote wie Wasserball im Nichtschwimmerbecken, Entenangeln im Planschbecken sowie Schnuppertauchen im Schwimmbecken. Informationsstände des Förderkreises Waldbad Sögel e. V. , des Hümmlinger Tauchvereins und der Kreissportschule Emsland ergänzen das Programm.

Das Waldbad verfügt über drei Becken (Kleinkinder-, Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken). Im großzügigen Schwimmerbereich sind auch Wettkämpfe möglich. Zwei Sprungtürme (1 und 3 Meter) gehören ebenso zur Ausstattung wie das Edelstahlbecken. Der Nichtschwimmerbereich mit einer Wassertiefe von 80 Zentimetern bietet unter anderem Rutsche, Wasserwippe, Nackenduschen und eine Bodensprudelanlage. Direkt am Kleinkinderbecken ergänzt ein Spielplatz das Angebot.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Die Zugänge zu den beiden großen Becken wurden so gestaltet, dass Menschen mit handicap möglichst selbständig ins Wasser gelangen können. [Gemeinde Sögel]

SPD und CDU wollen sich ihre Waffenkäufe von den Witwen bezahlen lassen

Unter dem Vorwand einer höheren Geschlechtergerechtigkeit plant die Rentenkommission der Bundesregierung den Witwen ihre halbe Rente zu klauen. In der Rentenkommission sitzen lauter ProfessorInnen, pensionierte langjährige BehördenleiterInnen, Bundestagsabgeordnete und neoliberale Wirtschafts“wissenschaftlerInnen“. Allen gemeinsam ist, dass sie selbst nicht auf die gesetzliche Rente angewiesen sind, sondern zu den 5 Prozent der Bevölkerung mit den höchsten Einkommen gehören.

In seiner Stellungnahme zur Rentenreform hatte der Sozialverband SoVD im März zur Verteidigung der umlagefinanzierten Rente darauf hingewiesen, dass die Deutsche  Rentenversicherung u. a. auch Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsrenten zahlt. „Laut dem Rentenversicherungsbericht 2025 zahlt die Rentenversicherung rund 26,1 Millionen Renten an ca. 21 Millionen Rentner*innen. Davon sind 18,9 Millionen Altersrenten, darunter 11,2 Millionen vorgezogene Altersrenten, 5,4 Millionen Hinterbliebenenrenten und 1,7 Millionen Erwerbsminderungsrenten (EM-Rente), wovon 96 Prozent als volle EM-Rente gezahlt werden. 
Ein Blick auf die durchschnittlichen Zahlbeträge von Einzel- und Mehrfachrentner*innen macht deutlich, dass vor allem Frauen stark von Hinterbliebenenrenten, in der Regel Witwenrenten, profitieren. Sie schützen nicht selten vor Altersarmut. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Zahlbetrag von Altersrenten für Frauen liegt bei 955 Euro. Kommt eine Hinterbliebenenrente dazu erhöht sich die monatliche Rente auf 1.721 Euro.“

Unter dem Vorwand von Gleichberechtigung, aber tatsächlich um die Ansprüche von Hinterbliebenen zu kürzen, diskutiert die Rentenkommission ein verpflichtendes Rentensplitting. Dabei werden die während der Ehe erworbenen Rentenansprüche beider Ehepartner zusammengerechnet und anschließend gleichmäßig aufgeteilt. Dadurch entstehen für beide Partner eigene Rentenansprüche. Das war bisher freiwillig möglich. Dafür musste man auf eine Auszahlung von Witwenrente verzichten. Etwas Ähnliches geschieht bei einem Versorgungsausgleich nach einer Scheidung.

Wenn ein Partner in der Ehe  deutlich höhere Rentenansprüche erworben hat als der andere, führt das für den hinterbliebenen Partner zu deutlich niedrigeren Gesamtrenten je nach Umständen von mehreren hundert Euro. Und das ist das Ziel der Rentenkommission.

Die Rentenkommission würde damit neben den direkten Kürzungen auch dafür sorgen, dass die gesetzliche Rente ein solidarisches Ausgleichselement verlieren würde, das für eine Umverteilung innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung sorgt. Die Attraktivität des Rentenmodells wäre wieder etwas gesunken, was die von den Finanzkonzernen gewünschte Aktienrente pushen könnte. Der DGB hat sich mit seinem Vorstoß für eine verpflichtende Betriebrente ja gerade der Kampagne der Finanzdienstleister angedient und ist damit den Verteidigern der gesetzlichen Rente in den Rücken gefallen.

Festzustellen bleibt auf jeden Fall, dass die CDU und die SPD mit diesen Plänen zur Abschaffung der Witwenrente zeigen, dass ihnen der „Schutz der Witwen und Waisen“ nichts wert ist. SPD und CDU wollen sich ihre riesigen Waffenkäufe und ihre Kriegspolitik auch von den Witwen bezahlen lassen. [jdm]