Beteiligung gesucht – in Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat

Jetzt kandidieren - Kirche braucht Dich!

Flyer zu Kirchenwahlen

"verändert handeln - engagiert bleiben" ist das Motto, unter dem die kommenden Gremienwahlen am 07./08. November 2026 stehen.

Im gesamten Bistum Osnabrück und auch in unserer Pfarreiengemeinschaft Immanuel werden Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte neu gewählt.

Damit Kirche vor Ort weiter lebendig bleiben kann, braucht es Männer und Frauen, die bereit sind, sich einzubringen und der Kirche ein Gesicht geben.

Jetzt kandidieren - Kirche braucht Dich! Klick: www.pg-immanuel.de/aktuelles-beteiligung-gesucht-in-kirchenvorstand-und-pfarrgemeinderat [Christian Griep-Raming]

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

 Die Arbeitslosigkeit ist laut einer Mitteilung der Arbeitsagentur im Juli 2026 um 71.000 auf 3.007.000 gestiegen. Saisonbereinigt ist sie gegenüber dem Vormonat um 6.000 höher. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent. Verglichen mit dem Juli des letzten Jahres liegt die Arbeitslosenzahl um 28.000 höher; die Arbeitslosenquote hat sich im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte erhöht. Die vom Statistischen Bundesamt nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosenquote belief sich im Juni auf 4,0 Prozent.

Die Unterbeschäftigung berücksichtigt neben der Arbeitslosigkeit auch die Arbeitsmarktpolitik und die kurzfristige Arbeitsunfähigkeit und zeichnet daher ein umfassenderes Bild. Sie blieb saisonbereinigt im Juli gegenüber dem Vormonat unverändert. Mit 3.645.000 war sie um 28.000 höher als vor einem Jahr. 

Die Arbeitskräftenachfrage bleibt weiter schwach. Im Juli waren 653.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 25.000 mehr als vor einem Jahr. [jdm]

UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese in Deutschland nicht erwünscht

Die UN-Sonderberichterstatterin, Francesca Albanese, für die besetzten palästinensischen Gebiete, die das Vorgehen Israels in Gaza als Genozid bezeichnet, sieht sich bei öffentlichen Auftritten in der Bundesrepublik immer wieder Gegenwind ausgesetzt. Hierzu hat die Tageszeitung junge Welt ausführlich recherchiert.

Besonders aktiv ist dabei die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG). Der Verein ist offenbar sehr gut mit Berufspolitikern vernetzt. Neben Präsident Beck (ehemaliger Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen), sitzt die amtierende Grünen-Parlamentarierin Lisa Badum im Präsidium, weiterhin der Exabgeordnete Marcus Faber (ehemals FDP-Bundestagsabgeordneter), der seit 2025 als „Vice President Political Affairs“ bei der israelischen Waffenschmiede Elbit Systems Deutschland fungiert und einen Beiratsposten der Israel-Lobbyorganisation European Leadership Network (Elnet) innehat. Ebenfalls als DIG-Vizepräsident gelistet ist laut junge Welt der CDU-Abgeordnete Jürgen Hardt. Gemeinsam verhindert man Auftritte von Albanese in Deutschland.

Und interessant ist auch die Finanzierung der Gesellschaft: Laut Lobbyregister des Bundestags erhielt die DIG im vergangenen Jahr zweckgebundene öffentliche Zuwendungen des Auswärtigen Amtes in Höhe von 640.001 bis 650.000 Euro. Weitere Detail liest man in der Tageszeitung junge Welt. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Der Zweifel – Beginn aller Menschlichkeit

Eine Geschichte über persönliche Niederlagen und dem Ukrainekrieg

Zweifel

Der Redakteur einer Online-Zeitung (gemeint ist Hallo-Wippingen.de, jdm) , der ab und zu Beiträge von mir veröffentlicht, tat sich schwer mit meinem letzten Beitrag, einem Gedicht mit dem Titel „Das Glühwürmchen“. Er gestand, dass er schon immer Schwierigkeiten mit Gedichtsinterpretationen hatte. Mit seinem Eingeständnis ist er nicht allein. Wer erinnert sich nicht an seine Schulzeit, in der im Fach Deutsch Gedichtsinterpretationen oder im Fach Kunst Bildinterpretationen abverlangt wurden. In der Regel war diese Aufgabe immer mit dem Satz überschrieben: Was will der Künstler uns sagen? – Die Antworten waren vorfabriziert. Es galt, die Biografien der Künstler und die Zeitgeschichte, in der sie ihre Kunstwerke angefertigt hatten, in ihnen wiederzuerkennen. Da viele Schüler zu beiden Kriterien wenig Zugang hatten, weil sie sie nicht interessieren und die „richtigen“ Antworten auf die Frage obendrein benotet wurden, also mit Zwang verbunden waren, sank das Interesse und damit das Lernen gegen Null.

Eigentlich müsste die Aufgabenstellung lauten: Was sagt Dir das Gedicht oder das Bild? – Damit besteht die Chance, dass eigene innere Bilder angesprochen werden, die beim Interpretieren Bestätigung finden aber auch durch Verknüpfen zu neuen Bildern führen können. - Lernen pur! - Nehmen sie das klassische Zitat aus Goethes Faust.

Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;

Bestätigt nicht Faust das, was viele Schüler sich in ihrer Aversion gegen Schule fragen? Warum muss ich das alles wissen? Die Standardantworten der Leistungsgesellschaft kennen sie. Faust ist ihnen mit viel Erfolg gefolgt, und trotzdem stellt er am Ende fest, dass er so klug ist als wie zuvor. Er bezeichnet sich als einen armen Tor (altes deutsches Wort für Dummen/ Einfältigen). Der Deutschlehrer könnte jetzt fragen, ob die Erkenntnis von Faust ein Argument gegen Schule, Wissensaneignung und Fleiß sei. Bei aller Aversion gegen Schule werden die meisten das verneinen. Sie können Form und Inhalt wohl unterscheiden. Bleibt die letzte entscheidende Frage, warum Faust sich trotz seiner Bildungskarriere als armen Tor bezeichnet.

Der Schlüssel zur Beantwortung dieser Frage liegt in der Schülerfrage “Warum muss ich das alles wissen?“. Sie zweifeln. Faust ist voller Zweifel. Wer zweifelt, der stellt Fragen. Die Antworten, die einen weiterbringen, wird man im Außen nicht finden, sondern nur bei sich selbst. Warum hat mein Partner mich verlassen? – Warum ist Putin in die Ukraine einmarschiert? – Kann Krieg wirklich ein probates Mittel der Außenpolitik sein? – Ist militärische Abschreckung ein Garant für Frieden? - Selbstzweifel sind in der Psychotherapie ein wichtiger erster Schritt, um zu einem inneren Frieden zu kommen. In der Politik gelten sie als Schwäche. Auf der Strecke bleibt die Menschlichkeit. An meiner Interpretation des „Glühwürmchens“ soll das deutlich werden.

Der Protagonist in meinem Gedicht folgt seinem Glühwürmchen, das ihm durch sein Leuchten die Erfüllung seines Lebenstraumes verheißt. Ein glückliches Leben in Familie mit seinem geliebten Partner. Als es verlöscht, bekommt er Angst und sucht nach einem neuen Glühwürmchen. Es zeigt sich ihm, und er läuft ihm nach. Auch das verlischt irgendwann. Am Ende sitzt er einsam am dunklen Wald-Weiher und verzweifelt. Würde er das Verzweifeln durch Selbstzweifel ersetzen, käme er auf die Weisen der Menschlichkeit. Liebe, Verzeihen, Toleranz und Demut, die er in seinen Partnerschaften hatte vermissen lassen. Sie hätten vielleicht das Ende der Partnerschaften nicht verhindert aber sicherlich nicht das Verlöschen des Glühwürmchens. Das Gegenteil der Weisen von Menschlichkeit sind Angst, Unnachgiebigkeit, Intoleranz und Selbsterhöhung.

Die Politik des Westens gegenüber Russland im Ukrainekonflikt ist ein Klassiker dieser Unmenschlichkeit. Die Unfähigkeit zum Selbstzweifel im politischen und militärischen Handeln hat nicht nur zu den Unmenschlichkeiten eines Krieges geführt, sondern die Völker Europas in wirtschaftliche Not gestürzt. Es gibt kompetente Warner vor dieser Politik, wie Frau Krone Schmalz und der Philosoph David Precht, die immer wieder Menschlichkeit ermahnen. Sie kommen „brav“ in Talkshows zu Wort, ihre Botschaft bleibt unverhallt, so scheint es. Das Leuchten des Glühwürmchens der verantwortlichen Politiker, Moral und Recht, ist schon längst erloschen. Man sitzt am dunklen Weiher und wärmt sich am Feuer des Krieges. Damit das nicht ausgeht, rüstet man und droht. Die Nato hat Russland inzwischen zu einer Langzeitbedrohung erklärt. Das ist das Ende unseres Glühwürmchens, das uns leuchtet. Sein Name ist Menschlichkeit. Ohne Selbstzweifel wird es nie wieder leuchten.

Auf der Suche nach einem Beweis, dass es den Menschen wirklich gibt und nicht nur eine Einbildung des Hirns ist, ist der französische Philosoph Descarte fündig geworden. Er kommt in seinem berühmten Satz zum Ausdruck: Cogito ergo sum. Ich denke, also bin ich. Nun bedeutet das lateinische Verb cogitare nicht nur denken, sondern auch zweifeln. Unser Glühwürmchen könnte Beweis unser Existenz sein, wenn wir das Descarte-Zitat entsprechend übersetzen würden: Ich zweifle, also bin ich. Im Zweifel würde sich unsere Existenz offenbaren und die heißt Menschlichkeit. [Ulrich Scholz, erstveröffentlicht auf Ulrichs Newsletter]

Stadtspaziergang Leer: Albrechts Schulweg – von der Bremer Str. zur Jüdischen Schule

Auch in diesem Semester gibt es wieder in Leer drei Stadtspaziergänge "Nie wieder ist JETZT" mit Michael Jacob. Die Spaziergänge dauern ca. 90 Minuten. Je nach Möglichkeit schließt eine abschließende Gesprächsrunde an. Denken Sie an wetterangepasste Kleidung.

Der im Mai 2026 verstorbene Leeraner Ehrenbürger Albrecht Weinberg durfte als Kind während der Nazi-Zeit nur noch die Jüdische Schule in der Ubbo-Emmius-Straße besuchen. Was erlebte er auf seinem Schulweg in den Jahren 1936-1938? Welchen Anfeindungen waren die jüdischen Kinder ausgesetzt? Nach Ende der Sommerferien soll daran erinnert werden. Wir laufen den ehemaligen Schulweg von Albrecht Weinberg entlang und begeben uns auf Spurensuche.

Kursnr.: 2621520105, Beginn: Fr. 14.08.2026 , 16:00 - 18:15 Uhr, Kursort: Treffpunkt: Bremer Str. 70 (vor dem Gebäude), Gebühr: 5,00 € Gebühr vor Ort in bar zu entrichten (inkl. MwSt.) Anmeldung erforderlich bei VHS Leer, Tel: 0491-92992-0, info@vhs-leer.de oder online. [jdm]

Stimmungsvolles Open-Air an der Wippinger Mühle

Mühle im Wind 2026

Das beliebte Open-Air-Konzert „Mühle im Wind“ erwies sich erneut als voller Erfolg. Vor der historischen Kulisse des Mühlenhofs und Pfarrgartens feierten die Besucherinnen und Besucher ein rundum gelungenes Sommerfest bei bester Live-Musik und kühlen Getränken.

Den schwungvollen Auftakt übernahm die Schützenkapelle Wippingen, bevor die Live-Band Sonic & Smoke das Areal vollends in eine mitreißende Konzertarena verwandelte. Bis tief in die Nacht herrschte auf dem Mühlenhof eine großartige, ausgelassene Atmosphäre.

Mühle im Wind 2026

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Beteiligten: Ein besonderer Dank gilt den Musikerinnen und Musikern für die mitreißenden Auftritte. Ein ebenso großes Dankeschön geht an das fantastische Publikum, das mit seiner hervorragenden Laune diesen Abend erst zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Alle Beteiligten freuen sich schon jetzt auf das nächste Mal! [Stefan Kellner]

Verkehrsaktion „Speedweek“: Polizei hat Raser und Drängler im Fokus

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt eine der Hauptursachen für schwere Verkehrsunfälle. Daher steht das Thema Geschwindigkeit in der Woche vom 03. bis 09. August 2026 erneut im Mittelpunkt. Auch die Polizeidirektion Osnabrück beteiligt sich an der sogenannten „Speedweek“ und führt im gesamten Zuständigkeitsbereich, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln (also auch im Emsland) verstärkte Kontrollen durch.

„Besonders die Geschwindigkeitsverstöße haben wir in dieser Woche im Blick, da die Schwere der Verletzungen bei Verkehrsunfällen unmittelbar mit der gefahrenen Geschwindigkeit zusammenhängt. Wir dulden keine Raser und Drängler, denn das ist nicht nur rücksichtslos, sondern auch sehr gefährlich für alle Beteiligten“, sagt Laura-Christin Brinkmann, Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück.

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Osnabrück ist mit 31.146 Fällen im letzten Jahr etwa auf dem Vorjahresniveau geblieben. Deutlich rückläufig war hingegen die Zahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang: Diese sank auf 65 Fälle mit insgesamt 70 Todesopfern. Die „Speedweek“ findet im Rahmen des Roadpol-Verbundes statt. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss europäischer Verkehrspolizeien, die mit gemeinsamen Schwerpunktaktionen auf die häufigsten Ursachen schwerer Verkehrsunfälle aufmerksam machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu stärken und damit die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. [PM Polizeidirektion OS]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, ß3.08.2026: Twist
Dienstag, 04.08.2026: Wesuwermoor
Mittwoch, 05.08.2026: Haselünne
Donnerstag, 06.08.2026: Hilkenbrook
Freitag, 07.08.2026: Lingen
Samstag, 08.08.2026: ---
Sonntag, 09.08.2026: Varenrode
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

CDU-Ministerpräsidenten wecken den Anschein von Widerstand

Drei CDU-Ministerpräsidenten kritisieren die geplante Rentenreform. Aber sie greifen nur einen Punkt heraus: die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Derzeit beziehen etwa 2,5 Mio. Menschen diese Rente; pro Jahr kommen etwa 280.000 hinzu. Bei einer Abschaffung der abschlagsfreien Rente hätte ein Durchschnittsrentner einen Verlust von etwa 110 € pro Monat.

Interessant ist, dass diese "Kritiker" eine andere Rentenkürzung mit viel größeren Auswirkungen überhaupt nicht auf dem Schirm haben. Es gibt derzeit etwa 5 Mio. Witwer- oder Witwenrentner. Davon sind 4.4 Mio. Frauen. Und etwa 900.000 Witwer/Witwen beziehen nur die Hinterbliebenenrente. Jährlich kommen 350.000 RentenbezieherInnen hinzu.

Wie wir schon mehrfach berichteten (hier und hier) , bedeutet die Rentenreform für Witwer/Witwen Einkommensverluste von mehreren Hundert Euro pro Monat. Das ist für die CDU-Ministerpräsidenten aber wohl nicht so interessant. Ist das einfach nur eine für sie übliche Frauenfeindlichkeit oder haben Datenanalysten ausgerechnet, dass vor allem gut Verdienende mit einer einfachen Erwerbsbiografie zu ihren Wählern gehören und man diese nicht abschrecken will?

Die SPD beharrt darauf, sich mit dieser Rentenreform ihr eigenes Grab zu schaufeln. Ein Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion verwies laut NOZ auf eine Äußerung ihres Fraktionsvorsitzenden Miersch, dass das Rentenpaket nicht "aufgeschnürt" werden dürfe. [jdm]

Pieper kritisiert Bericht im Samtgemeindeanzeiger

Bericht im Samtgemeindeanzeiger 07/2026

Der Samtgemeindeanzeiger berichtete über einen Besuch von Gitta Connemann bei Hackmann Straßenbau. Hermann-Josef Pieper bemängelte in einem Schreiben an den Verantwortlichen für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit bei der Samtgemeindeverwaltung, Daniel Mäß, dass in dem Bericht der Anschein erweckt werde, der Gemeinderat wäre eingeladen worden. Dem sei nicht so; es handelte sich um eine CDU-Veranstaltung.

Der Samtgemeindeanzeiger ist ein Informationsblatt, das von der Samtgemeinde Dörpen herausgegeben und allen Bürgerinnen und Bürgern postalisch zugestellt wird. [jdm]

„Mieten im Emsland explodieren“ – Die Linke wirft CDU und SPD Versagen in der Wohnungspolitik vor

Die Angebotsmieten im Emsland sind zwischen 2020 und 2025 um 43,5 Prozent gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Bundesregierung hervor, die auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bundestagsabgeordneten Jorrit Bosch zurückgehen. Damit gehört das Emsland zu den Regionen mit den stärksten Mietsteigerungen in ganz Niedersachsen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte eine Anfrage der Linken einen überdurchschnittlichen Mietanstieg im Emsland aufgezeigt. Damals waren die Erst- und Wiedervermietungsmieten innerhalb von drei Jahren um 19,1 Prozent gestiegen. Passiert ist seitdem wenig. Statt wirksamer Maßnahmen gegen steigende Wohnkosten hat sich die Situation weiter verschärft, erklärt Die Linke – Kreisverband Emsland hierzu in einer Stellungnahme, die man auf der Homepage der Partei findet.

Besonders alarmierend sei, dass die Mietsteigerungen im Emsland deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 24,7 Prozent liegen. Gleichzeitig sinkt landesweit seit Jahren der Bestand an Sozialwohnungen: Seit 2015 ist der Bestand an Sozialwohnungen um fast 40.000 geschrumpft.

Erläuterung zur Berechnung:
Grundlage der Rechnung ist eine 60 m²-Wohnung: Die durchschnittliche Angebotsmiete stieg rechnerisch von etwa 6,82 €/m² (2020) auf 9,79 €/m² (2025). Das entspricht rund 178 € mehr Kaltmiete pro Monat bzw. über 2.000 € im Jahr. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Das Glühwürmchen

Die Dinge sind nicht immer so, wie sie scheinen aber auch nicht anders. Albert Buntenbroich, deutscher Satiriker

Glühbirne

Am Weiher gekuschelt vom Waldesrand
Die Ewigkeit Zeuge im Sternenband

von der göttlichen Stille wie betrunken
ein Menschlein ganz einsam in sich versunken

voller Sehnsucht nach Liebe, Wärme und Licht,
wartet auf eine Stimme, die zu ihm spricht.

Und dann auf einmal im magischen Reigen,
ein Glühwürmchen, lautlos durchbricht es das Schweigen,

wie vom Schicksal geführt tanzt es auf und nieder
unser Menschlein verzückt, das Leben hat ihn wieder

folgt es dem Lichtlein in die dunkle Nacht
es gibt ihm Hoffnung, hat über ihn Macht

Und dann ist der Zauber mit einem Male vorbei
Der Weiher, die Stille, man hört einen Schrei

Glaube und Hoffnung, auf nichts ist Verlass
und das, was bleibt, ist einfach nur nass

Es funkeln die Sterne noch immer überm Wald
Das Glühwürmchen ist verloschen, dem Menschlein ist kalt

U.S.

Die Veröffentlichung eines Sammelsuriums von Veröffentlichungen auf sozialen Netzwerken hatten mich dazu getrieben, ein scheinbar persönliches Erlebnis noch einmal aufzulegen.

Dabei ist das Glühwürmchen überall präsent. Das Verlöschen und in der Kälte sitzen wird allseits wahrgenommen, aber kaum als Problem der eigenen Wahrnehmung begriffen. Die Ausprägungen hier zu diskutieren, würde den Rahmen eines Diskurses sprengen.

Als Nils Bohr in den 20er Jahren an der Universität Göttingen vor einem erlauchten Publikum zu seinem Atommodell vortrug, waren viele enttäuscht. Anstatt erleuchtende wissenschaftliche Erklärungen abzugeben, hatte er über ein Glühwürmchen vorgetragen. Seine Ausführung waren voller Zweifel über seine Theorie. [Ulrich Scholz/erstveröffentlicht auf Ulrichs Newsletter]

Schritte, die tragen – Gemeinsam unterwegs in Zeiten der Trauer

Flyer Wanderung für Trauernde

Manchmal tut es gut, nicht allein zu sein.

Das Dekanat Emsland-Nord lädt herzlich zu "Schritte, die tragen" - einem gemeinsamen Weg für Menschen in Zeiten der Trauer und des Abschieds - ein.

Gemeinsam gehen wir ein Stück des Weges - schweigend oder im Gespräch, aufmerksam für die Natur und für das, was gerade Raum braucht. Schritt für Schritt entsteht Raum für Erinnerungen, für Begegnungen und für das, was gerade da ist.

Samstag, 29. August 2026, 9:30 Uhr bis ca. 12:00 Uhr. Treffpunkt: St. Franziskus-Kirche, Werpeloh. Strecke: Werpeloh – Sögel (ca. 6,2 km). Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung: https://eveeno.com/190114224

Bei evtl. Rückfragen gerne melden beim Team Trauerbesuche, Karin Kuper, 04966 918032,
oder dem Dekanat Emsland-Nord, Sabine Hunfeld-Jansen, 0160 3287319, s.hunfeld-jansen@bistum-os.de. [Karin Kuper]

Ist die AFD faschistisch? Ist Pistorius ein Nazi?

Als Antwort auf den islamistischen Anschlag in Berlin kommen jetzt die Forderungen, wie wir seit eh und je kennen: Fußfesseln, Präventive Haft (in der Nazizeit als Schutzhaft bekannt), längere Haftstrafen, Abweisung von noch mehr Asylsuchenden und mehr Befugnisse für Polizei und Geheimpolizei (Verfassungsschutz). Der Attentäter ist zwar in Deutschland geboren; er war den Sicherheitsbehörden schon bekannt und dass er Strafen zu erwarten hat, hat ihn offenbar nicht abgeschreckt. Die ganzen Forderungen zum Abbau des Rechtsstaates hätten dieses Attentat nicht verhindert.

Es ist zu beobachten, dass die Regierenden diese Gelegenheit nutzen, Zustimmung von denen zu bekommen, deren Schutzrechte vor dem Staat sie abbauen wollen.

Im § 80, Absatz 4, Nr.3 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) wird die Wahl von Hauptverwaltungsbeamten, also hauptamtlichen Bürgermeistern und Landräten geregelt. Dort heißt es: „Gewählt werden kann, wer … 3. die Gewähr dafür bietet, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland einzutreten.“

Das hört sich ziemlich einsichtig an, aber tatsächlich öffnet diese Regelung der Willkür Tür und Tor. Denn wer nicht die Gewähr bietet, für die freiheitlich demokratische Grundordnung (FDGO) einzutreten, entscheidet allein der Verfassungsschutz, eine Verwaltungsbehörde, die zudem im Geheimen arbeitet und nur unzureichend durch einen geheim tagenden Landtagsausschuss kontrolliert wird, also praktisch gar nicht. Mit dieser Formulierung wurden in den 1970er bis 1980er Jahren links denkende Menschen in diesem Land von der demokratischen Teilhabe ausgeschlossen (Berufsverbote). Angewendet wird dieser Paragraf derzeit in Niedersachsen gegen Bewerber der AFD als Bürgermeister oder Landrat.

Um das zu rechtfertigen wird den Kandidaten der AFD Verfassungsfeindlichkeit von eben dieser Behörde vorgeworfen. Das ist aber nur einfach die Einschätzung einer Behörde. Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Urteil (2 BvC 22/19) vom 23.03.2022 festgestellt: „Die Möglichkeit, Wahlvorschläge zu machen, ist ein Kernstück des Bürgerrechts auf aktive Teilnahme an der Wahl. Daher erstreckt sich der Grundsatz der Wahlfreiheit auch auf das gesamte Wahlvorbereitungsverfahren. Die Entschließungsfreiheit des Wählers darf schon im Vorfeld der Wahl nicht in einer innerhalb des gewählten Wahlsystems vermeidbaren Weise verengt werden.“

Die Verfechter dieser Regelung sollten sich mal überlegen, wie es aussehen würde, wenn bei einer AFD-Regierung der Verfassungsschutz Forderungen für den Klimaschutz oder für Migrantenrechte als verfassungsfeindlich qualifizieren würde. Den rechtlichen Weg dahin haben die jetzigen Parteien „der Mitte“ geschaffen.

Wie bei den Forderungen nach Abschaffung des Rechtsstaates in Folge des Berliner Attentates kommt auch hier die Einengung bzw. die Abschaffung demokratischer Rechte von denen, die sich bei ihrem Vorgehen gegen die AFD den Kampf um die Demokratie auf die Fahne geschrieben haben.

Ein Mittel, um dies tun zu können, ist der inflationäre Gebrauch der Vokabeln Faschismus und Nazis. Der Faschismus war eine historische Periode, in der das Kleinbürgertum (Handwerker, Selbständige, freie Berufe, Bauern), die sich vor Enteignungen und dem Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz durch die Forderungen der Arbeiterbewegung fürchteten und sich durch die übermächtige Konkurrenz der Konzerne und Großbetriebe bedrängt fühlten, von den Faschisten organisiert wurden. Hitler und Mussolini in Italien organisierten diese Menschen, finanziert vor allem durch die Rüstungsindustrie, und hetzten sie gegen alle fortschrittlichen Menschen auf. Es ging dabei auch um die physische Vernichtung (Ermordung) der als Feinde wahrgenommenen Bevölkerungsschichten. Fest verbunden mit der Arbeiterfeindlichkeit waren die Frauenfeindlichkeit, der Rassismus und der Hass auf andere Minderheiten.

Wer mit diesem Faschismusbegriff versucht, das Phänomen der AFD zu begreifen, hat verloren. Niemand, der einigermaßen bei Trost ist, erwartet, dass die AFD Bevölkerungsteile physisch vernichten will. Es ist noch nicht einmal zu erwarten, dass die AFD die demokratischen Institutionen zerstört. In Italien (Meloni), in Ungarn (Orban) oder auch in den USA (Trump) gibt es weiterhin Wahlen und das Rechtssystem funktioniert.

Was aber wohl geschehen wird, ist das, was die jetzige Bundesregierung und die jetzigen Landesregierungen schon praktizieren: Es werden am laufenden Band Gesetze produziert, in denen die Sicherheitsbehörden immer neue Rechte bekommen. Es werden über die finanzielle Austrocknung missliebige Organisationen behindert. Kürzungen in unbekanntem Maßstab lassen große Teile der Bevölkerung verarmen. Die Reichen in diesem Land werden durch Steuervergünstigungen und mangelnde Sanktionierung von Steuerhinterziehung immer reicher gemacht. Es ist also zu erwarten, dass die AFD diese Politik der CDU und der SPD noch verstärkt weitertreiben wird und die von der derzeitigen Regierung betriebene Verarmung weiter Bevölkerungskreise zunehmen wird.

Aber Faschismus ist das nicht. Und die AFD ist keine Nazi-Partei. Auch wenn sich in der AFD die vielen ehemaligen NPD- oder Republikaneranhänger, sowie diejenigen aus den kleineren Hooligangruppen versammelt haben: Trotz der Anhänger und Bewunderer des Faschismus in ihren Reihen, betreibt die AFD keine faschistische Politik, sondern ihre Politik lässt sich vielleicht als Autoritarismus bezeichnen. Aber Vorsicht: Auch dieser Begriff ist schon umkämpft und dient den Vertretern des Politischen Westens als Kampfbegriff: „Wir, die Guten, gegen die Autoritären.“

Die AFD führt die Politik, die ihnen die CDU/SPD-Regierung im Verbund mit den Grünen vormacht, vermutlich nur dümmer und schlimmer weiter. Aber aktuell gilt: Den Sozialabbau, die Deindustrialisierung Deutschlands, die sich weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich und Superreich, die Umschichtung des Staatshaushaltes in die Rüstung, die Unterstützung von Kriegen auf der ganzen Erde, die Verweigerung von Diplomatie und die Einschränkung der Bandbreite dessen, was man ohne persönliche Folgen befürchten zu müssen, äußern kann, wird doch bisher nicht von der AFD betrieben, sondern ist die Politik der Regierenden. Bisher regiert die AFD nirgends. Aktuell wäre von einer AFD vielleicht sogar weniger Krieg zu erwarten, als von der jetzigen Bundesregierung.

Als der Co-Vorsitzende der Partei Die Linke, Luigi Pantisano, im Juni 2026 äußerte, er sehe kaum Unterschiede zwischen der Politik der CDU, der AfD und Faschisten, hatte er im ersten Teil Recht. Aber die Faschisten gehörten nicht in diese Aufzählung. Und er hat seinem Anliegen, die CDU-Politik zu kritisieren, einen Bärendienst erwiesen. Denn dass die CDU nicht faschistisch ist, ist offensichtlich. Und wenn er bei der Charakterisierung der CDU so daneben liegt, werden die Menschen merken, dass er die AFD wohl auch nicht richtig einordnen kann. Er hätte besser daran getan, deutlich zu machen, dass ein Jens Spahn – zu der Zeit noch Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU – ohne Probleme Spitzenkandidat der AFD sein könnte. Die CDU betreibt AFD-Politik und die SPD hilft ihr dabei.

Das Gerede vom Faschismus und Nazismus der AFD dient nur dazu, die real existierende sozial-, demokratie- und friedensfeindliche Politik der Bundesregierung in einem milderen Licht erscheinen zu lassen.

Eine echte Anti-AFD-Politik besteht aus dem Gegenteil der jetzigen Regierungspolitik. Ausweitung der staatlichen Investitionen, aber nicht in Rüstung, sondern in Infrastruktur und Zukunftstechnologien, Investitionen in die Bildung, Ausweitung und mindestens Erhalt des Sozialstaats. Förderung der demokratischen Auseinandersetzungen und Diskussionen. Wir brauchen keine mauschelnden Abgeordneten und Karrieristen, sondern Politiker, die sich der Transparenz und dem Sozialstaat verpflichtet sehen.

Beginnen könnte man mal damit, die Fünf-Prozent-Hürde bei Landtags- und Bundestagswahlen abzuschaffen und das Informationsfreiheitsgesetz unangetastet zu lassen. Und wer die Kriegstüchtigkeit Deutschlands fordert, hat in einer demokratischen Regierung nichts verloren. Der, der das zuletzt gefordert hat, war der Nazi-Propagandaminister Göbbels. Der deutsche Kriegsminister Pistorius ist deshalb aber noch kein Nazi. Das macht seine Kriegspolitik dennoch kein bisschen ungefährlicher oder symphatischer. [jdm]

Walchumer Sommernachtstraum

Walchumer Sommernachtstraum 2026

Am Freitag, den 14.08.2026 lädt der Kulturförderverein der Samtgemeinde Dörpen ab 19:00 Uhr zu seinen nächsten Open Air Konzert ein: Walchumer Sommernachtstraum auf dem Heimathof Walchum Hasselbrock, Bischofsweg 15, 26907 Walchum. Auf der Bühne: Die Headless BigBand. [jdm]

Die Bildzeitung lügt weiter wie gewohnt und gedruckt

Wie die Bildzeitung wieder einmal lügt, indem sie einfach nicht alles sagt: "Diese Zahlen haben Sprengkraft: Deutschlands Sozialausgaben sind auf ein Rekordniveau von 1431 Milliarden Euro gestiegen. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums ging 2025 jeder dritte Euro der Wirtschaftsleistung für Renten, Gesundheit, Pflege, Arbeitslosenversicherung und weitere Sozialleistungen drauf. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf den aktuellen Bericht zum Sozialbudget 2025."

In seinem Blog "Aktuelle Sozialpolitik" stellt der Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz, Dr. Stefan Sell, dar, warum es sich trotz der Verwendung offizieller Zahlen aus dem "Sozialbudget 2025" des Bundesarbeitsministeriums um eine durch nichts gerechtfertigte Propagandameldung handelt. Denn es handelt sich bei den genannten Zahlen um rein nominale Zahlen. Genauso gut könnte man berichten, dass der Brotpreis 2002 noch 2,30 € betrug und sich bis 2020 auf 4,65 € mehr als verdoppelte und daraus einen Skandal schustern.

Die Bildzeitung setzt die Sozialausgaben nicht in ein Verhältnis zur Entwicklung der Preise. Und sie setzt die Sozialausgaben nicht in ein Verhältnis zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes, also der volkswirtschaftlichen Wertschöpfung. Wenn das geschieht, stellt sich heraus, dass die Sozialleistungsquote sich mit 32 % des BIP im üblichen Rahmen befindet. Die leichte Steigerung des Prozentanteils wurde nicht durch eine Erhöhung der Sozialleistungen verursacht, sondern durch die schlechte Konjunktur, die eine Senkung des BIP zur Folge hatte. Angesichts der demografischen Entwicklung mit den über dem Durchschnitt liegenden Eintritt von Menschen ins Rentenalter, müsste eigentlich die Sozialleistungsquote stärker ansteigen.

Sell zitiert die Wissenschaftler Sebastian Dullien und Katja Rietzler aus einem Kommentar aus 2025: »Die inflationsbereinigten Sozialausgaben in Deutschland wuchsen von 2009 bis 2019 ziemlich genau mit dem Trend des Bruttoinlandsprodukts. 2020 führte die Covid-Pandemie zu einem Anstieg der Sozialausgaben über den Trend, was sich aber schnell korrigierte. Seit 2022 liegen die Sozialausgaben sogar unter dem ursprünglichen BIP-Trend. Allerdings ist das Bruttoinlandsprodukt selbst noch weiter hinter dem Trend zurückgeblieben, sodass sich die Sozialleistungsquote erhöht hat.«

Die Bildzeitung hat also wieder einmal billige Sozialstaatshetze betrieben, der sich viele bürgerliche Zeitungen (FAZ, SZ) anschlossen. [jdm]

Verkehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 27.07.2026: Papenburg
Dienstag, 28.07.2026: Neumehringen
Mittwoch, 29.07.2026: Börger
Donnerstag, 30.07.2026: Helte
Freitag, 31.07.2026: Lehrte
Samstag, 01.08.2026: Herbrum
Sonntag, 02.08.2026: Lathen
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 27.07.2026 bis Freitag, den 31.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]

Dörpen: Wahlausschuss lässt Wahlvorschläge zu

Gestern hat der Wahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung im Sitzungssaal des Rathauses der Samtgemeinde Dörpen über die Zulassung der Wahlvorschläge zur Kommunalwahl am 13.09.2026 entschieden. Die Verwaltung hatte zuvor alle eingegangenen Wahlvorschläge für den Gemeinderat Dörpen geprüft. Der Ausschuss stimmte den Wahlvorschlägen einstimmig zu.

Damit treten für die CDU 14 Kandidatinnen und Kandidaten zur Gemeinderatswahl an. (Da die CDU ihre Wahlvorschläge bereits mit einer Wahlwerbung im Ort bekannt gegeben hat, verzichten wir hier auf die Nennung der Namen.)

Für die SPD stellen sich die bisherigen Ratsmitglieder Doris Schröder und Alexandra Pötker zur Wahl. Die UWG tritt mit Matthias Witte und dem neuen Kandidaten Marco Leerkes an.

Als Einzelwahlvorschlag wird Dr. Johann (Hans) Müller (Redaktion Gruenealternative.de/Forum-D) auf dem Wahlzettel erscheinen. Er wurde vor fünf Jahren als Parteiloser auf der Liste der Grünen in den Rat gewählt.

Doris Schröder, Alexandra Pötker, Matthias Witte, Marco Leerkes und Hans Müller treten auch zur Samtgemeinderatswahl an. [{HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Feuersturm verwüstet Hamburg im Juli 1943 und Dörpen im April 1945

Grau ist nicht gleich grau – Farbton des Marinetankers in Papenburger Hafen offenbar nicht kriegstüchtig.
Grau ist nicht gleich grau – Farbton des Marinetankers in Papenburger Hafen offenbar nicht kriegstüchtig.

Der NDR erinnert in seiner Rubrik Geschichte an die massiven Luftangriffe der Alliierten im Juli 1943 auf Hamburg. Sie begannen in der Nacht vom 24. auf den 25. Juli und erreichten ihren Höhepunkt in der Nacht zum 28. Juli, in der 30.000 Menschen starben.

Begünstigt durch wochenlange Hitze und Trockenheit taucht an dem Tag erstmals im Luftkrieg das Phänomen eines Feuersturms auf, schreibt der NDR. Zehntausende Brände vereinten sich zu riesigen Flächenbränden. In den schmalen Straßen wurde die Luft wie in einem Kamin angesogen. Die fünfstöckigen Wohnblocks und die Speicher entlang der Kanäle boten den Flammenwalzen mit bis zu 1.000 Grad ausreichend Brennmaterial.

Doch erinnern reicht nicht aus, wenn ein neuer Krieg herbeigeredet wird. Der NDR beteiligt sich wie viele anderen Medien daran, Krieg wieder als Option in Erwägung zu ziehen. Kriegstüchtigkeit soll so in den Köpfen erzeugt werden. Eine Suchabfrage mit dem Wort „kriegstüchtig“ auf der NDR-Homepage ergibt 172 Treffer (Abfrage am 24.07.2026).

Derweil schielen Lokalpolitiker auch im Emsland auf Investitionen aus dem Militär- und Rüstungssektor. Der schwächelnden Wirtschaft soll mit Produktionsstätten für Waffen oder Rüstungsaufträgen unter die Arme gegriffen werden, wie das Beispiel der Marinetanker in Papenburg zeigt. Die Werft tut sich noch schwer mit diesem Auftrag, war der NOZ vom 23.06.2026 zu entnehmen. Man hat sich offenbar im Farbton „vergriffen“ und das falsche Grau gewählt…

Nun soll der Tanker offenbar komplett neu lackiert werden, spekuliert die NOZ. Zudem könnten an Bord Materialien verbaut worden sein, die die Vorschriften hinsichtlich der Brand- und Materialvorschriften nicht erfüllen, will die Zeitung erfahren haben. Ganz so einfach ist das Geschäft mit der Rüstung also nicht, zeigt das Beispiel, aber beim nächsten Tanker wird man dann sicherlich den richtigen Farbton treffen.

So weit ist man in Dörpen noch nicht. Doch in der Bürgerfragestunde der Gemeinderatssitzung am 26.06.2026 wurde wieder das Gerücht über eine Ansiedlung des Rüstungskonzerns Rheinmetall in der Gemeinde „aufgewärmt“. Dieses Projekt wird wohl ein Gerücht bleiben. Dörpen bietet allerdings reichlich Flächen. Damit könnten weitere Überlegungen dieser Art angestellt werden, wenn sich keine friedlicheren Optionen bieten.

Es bleibt also zu hoffen, dass sich irgendwann Investoren aus dem Nicht-Rüstungssektor für Dörpen interessieren und die Ansiedlung von Rüstungsfirmen immer Gerüchte bleiben. Damit wäre die Gemeinde dann zumindest kein „heißes“ Ziel für mögliche Kriegsgegner, und den Dörpenern bliebe ein Feuersturm wie in Hamburg erspart.

Auch das Feuer im eigenen Ort kurz vor Kriegsende am 20. April 1945 sollte nicht vergessen werden. Damals wurde nahezu der gesamte Ort von polnischen Truppen niedergebrannt. Noch gibt es in Dörpen Zeitzeugen, die berichten können, was Krieg bedeutet. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Chefankläger des internationalen Strafgerichtshofes wurde für seine Arbeit bestraft

Der britische Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes (IStGH), Karim Khan, ist entlassen worden. Ihm wurden von einer früheren Mitarbeiterin sexuelle Übergriffe vorgeworfen. 82 der 125 Vertragsstaaten stimmten für seine Entlassung, wie der Pressemitteilung des IStGH zu entnehmen ist

Khan war seit 2021 Chefankläger und erließ in dieser Funktion Haftbefehle gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Wegen der Haftbefehle gegen israelische Regierungsvertreter und Untersuchungen zum Verhalten von US-Mitarbeitern in Afghanistan verhängte die US-Regierung laut Tagesschau Sanktionen gegen Khan und ein Dutzend weitere Mitarbeiter des IStGH. Erklärtes Ziel der USA, die nicht zu den Vertragsstaaten des Gerichtes gehören, ist es, den IStGH zu zerschlagen.

Eine Kommission der UN hatte die Vorwürfe gegen Khan untersucht und Ende 2025 dem Gericht in ihrem Bericht die Anschuldigungen bestätigt. Doch ein Gutachten von drei Richtern stellte Mängel bei der UN-Untersuchung fest. Sie habe etwa die Glaubwürdigkeit der Zeugen nicht ausreichend untersucht. Die Juristen sahen daher die Schuld Khans nicht als zweifelsfrei erwiesen an und kamen zu dem Ergebnis, dass „kein Fehlverhalten oder eine Pflichtverletzung“ nachgewiesen worden sei.

Die Anwälte von Khan kritisierten, dass das Anwaltsteam vor der Abstimmung nicht zu Khans Verteidigung sprechen durfte. Weiter kritisierte es: „Wir kennen kein ­Gericht oder Tribunal in irgendeinem fairen System, das einer Person, der schwerwiegendste berufsrechtliche Sanktionen drohen, eine Anhörung verwehrt“

Khan weist die Anschuldigungen zurück und vermutet, dass Israel hinter den Anschuldigungen steckt. Das erscheint nicht unplausibel. Die Erfahrungen mit der Verfolgung von Julian Assange, der mit gleichen fadenscheinigen Begründungen in einem Komplott der USA, Schwedens und Großbritanniens und schließlich auch Ecuadors  gezwungen war, sich 7 Jahre in der Botschaft Ecuadors in Sicherheit zu bringen und 5 Jahre im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh inhaftiert war, zeigen, dass jemand der sich Kriegsverbrechen und Genoziden der USA und ihrer Helfershelfer entgegen stellt, gefährlich lebt.

Wie sich Deutschland in der Abstimmung verhalten hat, ist nicht bekannt, da es sich um eine geheime Abstimmung handelte. Dennoch dürfte das kein Rätsel sein, da die Bundesregierung noch nie in der Lage war, ein Verbrechen der USA oder Israels beim Namen zu nennen, und der US-Regierung immer zu Diensten ist.

Der IStGH dürfte somit als internationales Gericht weiter an Gewicht und Glaubwürdigkeit verloren haben. Kritiker warfen dem Gericht vor, bisher nie gegen Verbrechen von Staaten des politischen Westens vorgegangen zu sein. Khan hat dies erstmals getan, was prompt sanktioniert wurde. [jdm]

Beschäftigte mit Schwerbehinderung sind stärker von Arbeitslosigkeit betroffen, obwohl ihre Zahl gestiegen ist

Die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung in Betrieben mit mindestens 20 Arbeitsplätzen ist kontinuierlich gestiegen und erreichte 2024 rund 1,14 Millionen. Das entspricht einem Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt über dem allgemeinen Beschäftigungswachstum von 0,4 Prozent. Das meldete die Bundesagentur für Arbeit.

Menschen mit Schwerbehinderung sind insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe, in der Öffentlichen Verwaltung, im Handel und im Gesundheitswesen sowie Pflege- und Sozialbereich tätig. Trotz des Anstiegs der Beschäftigung liegt die Erwerbstätigenquote von Menschen mit Schwerbehinderung mit 50,9 Prozent dennoch deutlich unter der Bevölkerung insgesamt (77,2 Prozent).

39 Prozent der rund 181.000 im Jahr 2024 anzeigepflichtigen Arbeitgebenden erfüllten ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht vollständig – mehr als die Hälfte von ihnen über das vorgeschriebene Soll hinaus. Weitere 36 Prozent (rund 65.000 Betriebe) erfüllten ihre Vorgaben teilweise, während etwa ein Viertel (ca. 45.000) keine Pflichtarbeitsplätze besetzte. Die Zahl der Betriebe, die keinen schwerbehinderten Menschen beschäftigen, ist zuletzt gesunken.

Die Öffentliche Verwaltung weist dabei die höchste Erfüllungsquote auf. Auch das Verarbeitende Gewerbe kam seiner Beschäftigungspflicht überwiegend nach; rund 82 Prozent erfüllten diese ganz oder teilweise. Auch im Gesundheits- und Pflegesektor ist die Quote überdurchschnittlich.

Die Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen lag im vergangenen Jahr bei 12,0 Prozent und damit deutlich über dem Durchschnitt aller Arbeitslosen. Die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen ist – wie die Arbeitslosigkeit insgesamt – das dritte Jahr in Folge gestiegen. 2025 waren 185.000 schwerbehinderte oder gleichgestellte Menschen arbeitslos, 5,4 Prozent beziehungsweise 9.000 mehr als im Vorjahr. 52 Prozent der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung haben eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen akademischen Abschluss – im Vergleich zu 45 Prozent unter allen Arbeitslosen.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass es trotz spürbarer Fortschritte weiterhin Nachholbedarf bei der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsmarkt gibt. Ihre Beschäftigungschancen liegen nach wie vor unter dem Durchschnitt“, konstatierte Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit. „Gleichzeitig ist hier ein erhebliches und bislang nicht vollständig ausgeschöpftes Fachkräftepotenzial vorhanden. Obwohl schwerbehinderte Arbeitslose im Schnitt besser qualifiziert sind, haben sie geringere Chancen auf eine neue Beschäftigung.“

Die Arbeitsagentur bietet einen Service für schwerbehinderte Akademikerinnen und Akademikern an. Die Bundesagentur für Arbeit kann zudem mit Förderangeboten unterstützen, um Menschen mit Schwerbehinderung in Ausbildung oder Beschäftigung zu integrieren. Es gibt des Weiteren auch Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen, die schwerbehinderte Menschen ausbilden, einstellen oder weiterbilden möchten. Das umfasst zum Beispiel die individuelle Arbeitsplatzausstattung wie etwa technische Arbeitshilfen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen oder auch Ausbildungs- und Eingliederungszuschüsse für Unternehmen. Der Arbeitgeber-Service der Bundesagentur für Arbeit unterstützt und berät Unternehmen bei der Beantragung von finanziellen Unterstützungsleistungen. [jdm]

Erinnerung: Open Air Konzert „Mühle im Wind“ morgen, am 25.07.2026

Am Samstag, den 25.07. ab 19:30 Uhr verwandelt sich der Mühlenhof wieder in die stimmungsvollste Konzertbühne des Emslands. Freut Euch auf einen unvergesslichen Sommerabend mit Live-Musik, kühlen Getränken und leckeren Snacks!

Den stimmungsvollen Start in den Abend übernimmt die Schützenkapelle Wippingen. Mit ihren mitreißenden Klängen sorgt sie pünktlich zum Sonnenuntergang für die perfekte Einstimmung.

Im Anschluss übernimmt die Band Sonic & Smoke die Bühne. Mit einer packenden Live-Performance, energiegeladenen Rock- und Pop-Klassikern sowie aktuellen Hits reißen sie das Publikum garantiert mit und sorgen für beste Stimmung. [Marlies Berling]

Sperrholzsparte von UPM wird eigenständig und geht an die Börse

Der finnische UPM-Konzern, zu dem auch Nordland Papier in Dörpen gehört, will das Sperrholzgeschäft als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen aus dem Konzern ausgliedern . Am 31. Oktober soll die Ausgliederung abgeschlossen sein.

Nun ist man offenbar einen Schritt weiter, denn die finnische Finanzaufsichtsbehörde hat in der vergangenen Woche den Abspaltungs- und Börsenprospekt der Wisa Group plc, Helsinki, genehmigt. Damit sollen die Sperrholzwerke unter dem Namen „Wisa“ in eine eigenständige börsennotierte Gesellschaft überführt werden.

Die Abspaltung steht unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die außerordentliche Hauptversammlung von UPM. Der Handel mit den Aktien von Wisa am regulierten Markt der Nasdaq Helsinki Ltd. wird voraussichtlich am 2. November oder so bald wie möglich danach aufgenommen, berichtete das Holz-Zentralblatt am vergangenen Freitag. Die Originalmeldung in englischer Sprache findet man auf der UPM-Homepage. [HM/erstveröffentlicht auf gruenealternative.de/forum-d]

Gemeinde Uplengen spricht sich gegen Atommülllager im Gemeindegebiet aus

Teilgebiete in Uplengen
Teilgebiete in Uplengen

Nicht nur im Emsland beschäftigt man sich mit der möglichen Lagerung von Atommüll. Die ostfriesische Gemeinde Uplengen gehört zu drei von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) ausgewiesenen Teilgebieten, in denen sich geeignete Tongesteine befinden könnten.

Die Wählergemeinschaft MOIN wollte nicht tatenlos zusehen, dass das Gemeindegebiet eines Tages Standort eines Atommülllagers wird und hat im Gemeinderat von Uplengen eine Resolution gegen das Vorhaben der BGE, Teile des Gemeindegebiets in der Hinsicht zu überprüfen, eingebracht und vom Gemeinderat Unterstützung bekommen. In der Resolution heißt es: „Der Rat der Gemeinde Uplengen spricht sich ausdrücklich gegen einen Standort zur Endlagerung hochradioaktiver Abfallstoffe im Gemeindegebiet der Gemeinde Uplengen aus. Er macht damit deutlich, dass der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung, der Umwelt sowie der natürlichen Lebensgrundlagen für ihn höchste Priorität hat. Angesichts der außergewöhnlichen zeitlichen Dimension und Tragweite der Endlagerung hochradioaktiver Abfälle sieht der Rat der Gemeinde Uplengen eine besondere Verantwortung gegenüber heutigen und künftigen Generationen.“

In einem weiteren Beschluss sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die Bürgerinitiative KAI-Uplengen in ihrer Informationstätigkeit zu unterstützen.

Und in einem dritten Beschluss wird die Gemeindeverwaltung beauftragt, sich um eine umfassende Information durch die zuständigen Fachleute der BGE zu kümmern. [jdm/Screenshot BGE]

Vekehrsüberwachung

Im Landkreis Emsland müssen die Autofahrerinnen und -fahrer an folgenden Tagen und in folgenden Orten mit einer verstärkten Verkehrsüberwachung rechnen:
Montag, 20.07.2026: Schapen
Dienstag, 21.07.2026: Sögel
Mittwoch, 22.07.2026: Aschendorf
Donnerstag, 23.07.2026: Baccum
Freitag, 24.07.2026: Schöninghsdorf
Samstag, 25.07.2026: Heede
Sonntag, 26.07.2026: Dohren
Darüber hinaus kann es weitere Kontrollen im gesamten Kreisgebiet geben. [Landkreis Emsland]

Übergabe von mehr als 600 Dokumenten an Gedenkstätten

Entlassungsschein des KZ Esterwegen aus dem Jahr 1936, der nun in den Besitz der Gedenkstätte übergegangen ist.
Entlassungsschein des KZ Esterwegen aus dem Jahr 1936, der nun in den Besitz der Gedenkstätte übergegangen ist.

Mehr als 600 Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus sind an Gedenkstätten, Erinnerungsorte und Archive übergeben worden. Der Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Wojciech Soczewica, hatte sie Anfang des Jahres aus einer abgesagten Auktion im nordrhein-westfälischen Neuss treuhänderisch übernommen. Vertreterinnen und Vertreter aus zehn bundesdeutschen Gedenkstätten und Erinnerungsorten, u. a. Bergen-Belsen, Buchenwald, Dachau, Sachsenhausen und Hadamar, kamen aus diesem Anlass in den Düsseldorfer Landtag. Zur feierlichen Veranstaltung war auch Dr. Sebastian Weitkamp, Co-Leiter der Gedenkstätte Esterwegen, in die NRW-Landeshauptstadt gereist, um die Dokumente der Inhaftierten aus den Emslandlagern entgegenzunehmen.

Die historischen Dokumente, darunter Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld, stammen aus der abgesetzten Auktion „Das System des Terrors 1933-1945 Vol. II“, wo sie ursprünglich versteigert werden sollten. Dies hatte vor der Auktion zu Protesten geführt. Die papiernen Zeitzeugen werden nun in den jeweiligen Gedenkstätten archiviert und zum Zweck der Dokumentation und Forschung eingesetzt.

Unter den Papieren, die an die Gedenkstätte Esterwegen übergegangen sind, befindet sich u. a. der Entlassungsschein des Häftlings Otto Thätner aus dem KZ Esterwegen. Der 1899 geborene Schiffbauer und Lokführer war 1933 in Tilsit verhaftet worden und am 4. April 1934 in das KZ Esterwegen gekommen. Von hier wurde er am 20. Februar 1936 nach Hamburg entlassen.

Ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus u. a. Kirche, Politik, Unternehmer und Journalisten hatte sich dafür stark gemacht, dass die NS-Dokumente in die jeweiligen Archive der Gedenkstätten aufgenommen werden können. Landtagspräsident André Kuper, der zur Veranstaltung in die NRW-Landeshauptstadt geladen hatte, dankte den beteiligten Initiatoren und würdigte das ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement. Die vielen Spenderinnen und Spendern aus Nordrhein-Westfalen, hatten den Ankauf der Dokumente möglich gemacht. Auch die Gedenkstätte konnte die Aktion mit Spenden, die sie von Besucherinnen und Besuchern erhalten hat, unterstützen. [Landkreis Emsland/Foto: Gedenkstätte Esterwegen]

Sperrungen Schießgebiet

Das Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) wird zur Durchführung von Erprobungen wie folgt gesperrt: Vom Montag, dem 20.07.2026 bis Freitag, den 24.07.2026 von 08:00 – 16:30 Uhr werden die Straßen Schlagbrückener Weg, Lathen – Sögel (L53) und Renkenberge – Wahn zeitweise an den Schießplatzgrenzen gesperrt. [jdm]